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Die Textilflüsterin mal zum Thema GUT GEDACHT IST NICHT IMMER GUT GEMACHT.

Zuerst erschienen auf LinkedIn.

Die Textilflüsterin mal...
... zum Thema GUT GEDACHT IST NICHT IMMER GUT GEMACHT.
Das dürfte den Machern des Glücksgefühle Festival gerade nur allzu deutlich vor Augen geführt worden sein.
Mit dem hehren Gedanken und Wunsch, ein neutrales und unpolitisches Festival auf dem Hockenheim-Ring GmbH abzuhalten, ist ihnen genau das jetzt sprichwörtlich um die Ohren geflogen.
Die Band #Alphaville um ihren Frontmann wurde kurz vor dem Event ausgeladen, da man den Verdacht äußerte, der Frontmann und seine Kollegen würden sich nicht an das Gebot halten, welches politische Äußerungen bei #Glücksgefühle untersagte.
Für mich persönlich fängt da schon das Problem an. Das hat das "G'schmäckle" von #Vorverurteilung zum einen und mangelnder Auseinandersetzung mit den Künstlern zum anderen. Denn wer Alphaville kennt, der weiß doch bitte, dass die nicht erst seit 14 Tagen klare Stellung gegen Rechts beziehen. Selbstredend wäre es den Veranstaltern aufgrund ihres Hausrechtes vorbehalten gewesen, nur Acts einzuladen, die sich politisch absolut neutral verhalten, haben sie aber nicht. Da wirkt so ein Rückzieher schon verwunderlich.
Da ich meinerseits von nicht blind vorverurteilen möchte, bleibt mir nur ein Fazit:
Die Veranstalter sind schlechte Gastgeber, sonst hätten sie das gewusst und die Band erst gar nicht eingeladen. Andernfalls müssten sie sich den Vorwurf gefallen lassen, Alphaville "nur" als Zugpferd aufs Event geladen zu haben.
Wäre alles nicht so schlimm gewesen, wenn man das still zur Kenntnis genommen hätte. Aber weil die Veranstalter kurz vor Beginn des Festivals ein Politikum daraus gemacht hatten, wurde nun genau dieses Event zum politischsten aller Festivals seit langem.
Und genau das finde ich wunderbar. Zeigt es doch einerseits, dass die Mehrheit der jungen Menschen sehr wohl politisch denkt. Andererseits wird deutlich, dass unser Land noch so demokratisch ist, dass verordnete #Maulkörbe nicht halten.
Vielleicht war genau diese Aufregung nötig, um zu zeigen, wie #Demokratie tatsächlich funktioniert:
Nicht durch Vorverurteilung!
Nicht durch Verbote/Gebote!
Sondern durch politischen Ungehorsam im besten Sinne. Und es wurde eine unglaubliche Solidarität zwischen Künstlern und Publikum demonstriert.
Gerade angesichts der heutigen Wahl in Sachsen-Anhalt ein starkes Zeichen für die #Meinungsfreiheit in unserem Land.
Mein Dank gilt allen Künstlern und dem großartigen Publikum, das ein mega Festival-Wochenende abgerissen hat.